Augen auf im Straßenverkehr #1

„Achtung!“

Ich höre den Ruf noch, doch meine Füße haben sich schon in Bewegung gesetzt und lassen sich nicht mehr davon abhalten, nach vorn zu streben. Und selbst wenn. Mein Gehirn hat ja nicht einmal das Signal an sie gesendet, um stehen zu bleiben, denn stattdessen drehe ich lieber neugierig den Kopf zur Seite, um zu sehen, wer da so laut gerufen hat.

Und so kommt es, wie es kommen muss. Ich sehe, wie Radfahrer direkt in meine Richtung fährt und zwar in einer Geschwindigkeit, die ihn nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bewegen kann, egal wie fest der Typ auf dem Fahrrad die Bremse anzieht. Sein Ausruf war es, der mich davor warnen sollte, auf den Radweg zu spazieren ohne überhaupt zu schauen.

Mehr als ein erstauntes Gesicht bringe ich nicht mehr zustande ehe er trotz eines versuchten Ausweichmanövers in mich hineinfährt, meine Taschen durch die Luft fliegen und ich am Ende unsanft auf dem Boden lande. Nunja, ehrlich gesagt ist es eher ein Anrempeln mit dem Lenkrad durch das ich das Gleichgewicht verliere, aber ich bin eben eine Dramaqueen!

Schlingernd kommt der verrückte Raser wenige Meter weiter zum Stehen, lässt sein Bike fallen und eilt zu mir. Nicht gerade elegant bin ich auf meinem Allerwertesten gelandet und sitze nun auf dem verdreckten Radweg. Finster blicke ich dem Kerl entgegen und nehme ihn zum ersten mal richtig wahr. Kurze dunkle Haare, grüne Augen, die mich entschuldigend anblicken und einen Körper, der auch nicht gerade zu verachten ist. Na toll, warum muss ich mich immer vor den gut aussehenden, heißen Typen lächerlich machen?!

„Tut mir furchtbar Leid, ist dir was passiert?“ Er streckt mir die Hand entgegen und hilft mir auf, sodass ich ihm eigentlich danken und ich mich bei ihm entschuldigen sollte, denn wenn ihr ehrlich zu mir selbst bin, dann ist es allein meine Schuld, was eben passiert ist. Man sollte eben darauf achten, wo man hinläuft und nicht mit den Gedanken meilenweit weg sein und vor sich hin träumen. Doch irgendwie staut sich die Frustration der letzten Tage gerade auf und meine schlechte Laune wegen der ganzen Situation bricht sich Bahn.

„Ob mir was passiert ist?! Du hast mich gerade angefahren! Das ist ein Radweg und keine Rennstrecke. Du kannst echt froh sein, dass ich mir nichts gebrochen habe. Aber meine Jeans ist jetzt definitiv ruiniert!“ Oh Mist. Das war definitiv nicht das, was ich eigentlich sagen wollte, aber nun ist es zu spät. Die Zicke in mir hat ihre Chance genutzt und einen grandiosen Auftritt hingelegt, den Mr. Sexy so garantiert nicht verdient hat.

Ich schaue ihn an, um seine Reaktion auf diesen Ausbruch abschätzen zu können.

Fortsetzung folgt.

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Der erste Beitrag

Nun ist es so weit. Die ersten Einstellungen sind gemacht und es kann losgehen. Das Ganze war eine ziemlich spontane Idee und ich weiß noch nicht, was daraus werden wird, aber ich freue mich auf jeden Fall schon auf diese neue Erfahrung. Wahrscheinlich werde ich nicht regelmäßig die Zeit finden, lange und vielleicht auch ausufernde Beiträge zu schreiben, aber darum geht es mir auch gar nicht. Es geht eher darum, Abwechslung vom Alltag zu haben. Sich neben dem Stress von Beruf und co. einfach mal Zeit zu nehmen und seinen Gedanken nachzuhängen. Kreativität spielt in meinem Job eine eine sehr unbedeutende Rolle und das möchte ich hier ausgleichen. Denn ich bin durchaus ein sehr kreativer Typ Mensch und liebe das geschriebene Wort, auch wenn ich es eher konsumiere als selbst fabriziere – bis jetzt.

Aller Anfang ist schwer, das weiß ich, aber noch viel schwieriger ist es, eine solche Sache wie diese auch durchzuziehen. Deshalb ist es für mich auch ganz wichtig: Falls ihr über diese Seite stolpert und zufällig einen meiner Beträge lest, dann schreibt doch einen kurzen Kommentar wie es euch gefallen hat. Ich weiß schon jetzt, ich brauche Feedback, um am Ball zu bleiben und auch mehr oder weniger regelmäßig neue Inhalte zu erstellen, denn wenn ich es nur für mich selbst schreibe, dann kann ich mir auch Zeit lassen und habe keinen, der mir (im übertragenen Sinne) in den Hintern tritt und mich auffordert, doch mal schneller zu machen, weil derjenige Interesse daran hat.

Übrigens finde ich es auch immer sehr interessant Geschichten mit anderen Personen zusammen zu schreiben, wenn diese ernsthaft bei der Sache sind und nicht nur Blödsinn verzapfen. Immer abwechselnd wird die Geschichte fortgeführt und man ist jedes Mal gespannt, wie der andere die Geschichte weiterschreibt und oft geschehen Dinge, die man sich so überhaupt nicht vorgestellt hat und dann muss man selbst weiterschreiben. Eine wirklich spannende Herausforderung, die ich auch gerne annehme, wenn sich jemand bei mir meldet und es von groben Thema her passt.

Das soll es nun erst einmal gewesen sein und ich wünsche euch noch einen schönen Tag 🙂